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Mag. Christina Schrödl


Dissertationsprojekt:

Variation und Wandel in der nominalen Pluralmorphologie – Sprachdynamische Analysen zum Ostoberdeutschen

Angaben zur Person

Curriculum Vitae

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Themenschwerpunkte

  • Sprachdynamik
  • Morphologie
  • Ostoberdeutsch

Angaben zum Dissertationsprojekt

    Variation und Wandel in der nominalen Pluralmorphologie – Sprachdynamische Analysen zum Ostoberdeutschen

Nähere Beschreibung des Dissertationsprojekts

Während sich die Regionalsprachenforschung und die Dialektologie bisher v.a. mit der lautlichen Ebene beschäftigt haben (vgl. Rowley: 1997: 1f.; vgl. dazu auch Nübling 2005: 45–86, bes. 45 u. 80f.), wurde in den letzten Jahren insbesondere der Bereich der Syntax erforscht (vgl. beispielsweise die Projekte SyHD, SynBai, SynAlm). Daran anknüpfend möchte das vorliegende, linguistische Dissertationsprojekt, welches im Spannungsfeld von Sprachvariation, Sprachwandel und Morphologie angesiedelt ist, die Ebene der Morphologie unter besonderer Bezugnahme auf die nominale Pluralmorphologie im Ostoberdeutschen untersuchen. Die areal-horizontale Ebene der Sprachvariation (Variation der Pluralmarkierung) soll mit der diachronen Ebene (Wandel der Pluralmarkierung) in Beziehung gesetzt werden. Den Ausgangspunkt der diachronen Untersuchung bildet hierfür das Frühneuhochdeutsche; den Endpunkt werden die rezenten Basisdialekte bilden. Um Diachronie und Synchronie sinnvoll aufeinander zu beziehen, wird somit mit mehreren Querschnitten und einem Längsschnitt gearbeitet. Um Synchronie und Diachronie zweckmäßig aufeinander abzubilden, möchte das Dissertationsprojekt empirisches Material in einzelnen Quellen oder bei einzelnen Personen (intrapersonale Variation), in einzelnen Zeitstufen und an einzelnen Ortspunkten (intrapersonale und interpersonale Variation) erheben und dieses mit bisherigen Erkenntnissen der linguistischen Fachliteratur in Beziehung setzen. Parallel hierzu sollen die empirischen wie theoretischen Resultate durch die Aufarbeitung von Quellen kontrastiert werden. Daraus sollen in einem nächsten Schritt Aussagen für die Pluralvariation und ihre Entwicklung im Ostoberdeutschen abgeleitet werden, deren Generalisierungen auch dazu geeignet sein sollen, neue Impulse für künftige linguistische Forschung im Bereich dialektaler Morphologie zu eröffnen.

Schlagwörter: Sprachdynamik, Variation und Wandel, Ostoberdeutsch, Bairisch, Pluralmorphologie

Persönlicher Kommentar

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Germanistische Sprachwissenschaft
Univ.-Prof. Dr. A. N. Lenz
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Letzte Änderung: 18.05.2016 - 11:49